Einstellung von Personal – was Gründer beachten sollten

Start-ups erfordern ein hohes Maß an Engagement, Einsatz und Know-how. Dem Gründer ist das in der Regel bewusst, aber auch die Mitarbeiter spielen eine große Rolle für den Erfolg eines Unternehmens. Gute Fachkräfte sind auf dem heutigen Arbeitsmarkt sehr schwer zu finden. Zudem stellen alteingesessene Großkonzerne eine große Konkurrenz dar. Sie verlocken mit außergewöhnlich hohen Gehältern. Darüber hinaus besteht höchstmögliche Sicherheit, dass das Monatsgehalt auch überwiesen wird. Wir haben uns mit dem Thema Personaleinstellung befasst und einige Tipps zusammengestellt.

Die Vorteile von Jungunternehmern auf dem Arbeitsmarkt

Es gibt einige Punkte, die in Bezug auf die Mitarbeitergewinnung für Start-up-Unternehmen von Vorteil sind:

  • Viele Arbeitssuchende, insbesondere junge Menschen, reizt die spannende Aufgabe, ein junges Unternehmen mit auf die Beine zu stellen.
  • Arbeiten Seite an Seite mit Gleichgesinnten in einem dynamischen Umfeld.
  • Eigene Ideen können mit eingebracht werden, da es noch keine starren Strukturen gibt.
  • Interessante Entwicklungsmöglichkeiten in verschiedenste Richtungen.

Tipp 1: Ausreichend Zeit für die Personalsuche einplanen

Gleich, ob man über Print oder online Mitarbeiter sucht, die Erstellung und Veröffentlichung einer Ausschreibung kostet Zeit. Hinzu kommen die ausführliche Begutachtung der Bewerbungsunterlagen, das Übersenden von Eingangsbestätigungen und natürlich die Vorstellungsgespräche. Besteht das Start-up-Unternehmen bereits aus mehreren Personen, empfiehlt es sich, dass alle bei einem ersten Kennenlernen anwesend sind. Denn schließlich muss die Chemie sowohl unter den Chefs als auch den Angestellten stimmen.

Tipp 2: Outsourcing zur Zeiteinsparung

Fehlt einem Start-up-Unternehmer die Zeit für die arbeitsintensive Aufgabe der Mitarbeitersuche, könnte Outsourcing in Betracht kommen. Zwar entstehen zusätzliche finanzielle Kosten, jedoch rechnen sie sich in vielen Fällen. In den unzähligen Stunden, die für das gesamte Prozedere notwendig sind, kann sich ein junger Betrieb bereits intensiv um die Ankurbelung des eigentlichen Geschäfts kümmern. Die Konzentration auf die Kernaufgaben des Unternehmens ist gerade am Anfang äußerst wichtig.

Tipp 3: Klarheit über die Anforderungen

Wichtig sind bei einem Start-up neben fachlicher Qualifikation der Mitarbeiter die menschlichen Eigenschaften. Gerade in den Anfangszeiten eines Betriebes ist bei den Angestellten ebenso wie bei den Gründern Flexibilität, Engagement und Hands-on-Mentalität gefragt. Zunächst sollten sich zukünftige Chefs also fragen, welche Ziele gesetzt sind und wie ein Mitarbeiter dazu beitragen kann, diese zu erfüllen. Weiterhin sind die potentiellen Aufgaben von Bedeutung, welche die Grundlage für die erwünschte Fachkompetenz sind. Auch für sehr flexible Jobs ist es wichtig, klare Strukturen und definierte Tätigkeitsbereiche zu haben.

Tipp 4: Was sollte in einer Stellenausschreibung beinhaltet sein?

Neben der Vorstellung des Start-up-Unternehmens sind natürlich die zukünftigen Aufgaben des Mitarbeiters wichtig. Gleiches gilt für die erwarteten persönlichen und fachlichen Qualifikationen. Auf jeden Fall sollte erkennbar sein, dass es sich um eine Neugründung handelt. Entwicklungsmöglichkeiten und eventuelle spätere Beteiligung an dem Betrieb können gleichfalls von Interesse sein. Die Arbeitsstelle wird anziehender, wenn zwischenmenschliche Aktionen geplant sind, die auch im Stellenprofil aufgeführt werden. Diese können gemeinsame Mittagessen oder eine Runde Billard in der Pause sein – Kreativität ist hier ausdrücklich erlaubt.

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Inhalte herauskristallisiert, auf die Arbeitssuchende besonders achten. Von Start-up-Unternehmern sollte beispielsweise hervorgehoben werden, dass

  • Verantwortung im Job,
  • Freiraum bei der Mitgestaltung von Prozessen und Strukturen,
  • Möglichkeiten zur Weiterentwicklung,
  • Flexibilität bei der Arbeitszeit,
  • eine lockere Atmosphäre sowie
  • abwechslungsreiche Events

den Bewerber erwarten. Außerdem sollte die Höhe des Gehalts inkludiert sein.

Tipp 5: Unzuverlässige Mitarbeiter verlangsamen die Wachstumsphase

Selbstverständlich besitzen Unternehmer keine Garantie, dass die Auswahl wirklich richtig getroffen wurde. Gute Abschlussnoten, Studium und Berufserfahrung sind keine Sicherheit für verantwortungsbewusstes Arbeiten. Wer sich gut auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, kann einen Chef in Bezug auf seine persönlichen und beruflichen Fähigkeiten durchaus täuschen. Wenn Mitarbeiter bereits frühzeitig krankheitsbedingt ausfallen, häufig unpünktlich und unzuverlässig sind, könnte dies ein Anzeichen dafür sein, dass sie sich in dem Start-up-Unternehmen nicht wohlfühlen oder aber schlichtweg nicht die passende Arbeitsmoral besitzen.

Gerade für Betriebe in den Anfangszeiten ist ein Arbeitsausfall äußerst belastend. Im Zweifelsfall kann es hilfreich sein, eine Detektei einzuschalten. Durch Mitarbeiterüberwachungen können schwere Pflichtverletzungen oder ein Lohnfortzahlungsbetrug aufgedeckt werden. Größere finanzielle Schäden lassen sich dadurch oftmals vermeiden. Je früher sie entdeckt werden, desto eher haben Unternehmer die Möglichkeit einer Kündigung des Angestellten.

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