Existenzgründung leicht gemacht auch jetzt

Beim Schritt in die Selbständigkeit sind viele Dinge zu beachten. Manche lassen sich abschrecken und es bleibt beim Traum von der Existenzgründung. Das muss nicht sein. Wir geben Ihnen heute einen Überblick über die wichtigsten Themen, die Sie berücksichtigen müssen.

Idee für Existenzgründung ausarbeiten

Am Anfang jeder Existenzgründung steht eine Geschäftsidee. Das kann Ihr aktueller Beruf sein, der in der Selbständigkeit einfach lukrativer erscheint. Das kann aber auch etwas Neues sein, eine Nische, die Sie für sich entdeckt haben. Analysieren Sie Ihre Konkurrenz und überlegen Sie sich, was Ihr Angebot einzigartig macht. Es kann auch sinnvoll sein, zunächst nebenberuflich eine Existenz zu gründen, um zu prüfen, ob Ihnen die Selbständigkeit überhaupt liegt.

Businessplan erstellen auch mit Riskobetrachtung

Auch wenn Sie keinen Kredit beantragen müssen, sollten Sie einen Businessplan aufstellen. Er hilft Ihnen zu prüfen, ob sich Ihre Existenzgründung rentieren wird. Hier nur auf das Bauchgefühl zu vertrauen, kann trügerisch sein. Im Businessplan stellen Sie alle zu erwartenden Ausgaben und Ihre zu erwartenden Einkünfte gegenüber.  Dazu müssen Sie zunächst die Preise kalkulieren, die Sie für Ihre Dienstleistungen oder Waren berechnen müssen, um wirtschaftlich zu arbeiten. Die Preise müssen konkurrenzfähig sein, damit Sie am Markt bestehen können. Führen Sie eine Bedarfsanalyse durch, indem Sie den Markt beobachten, Statistiken prüfen oder mögliche Konkurrenten befragen. Prüfen Sie auch Ihre Möglichkeiten zur Kundenakquise und deren Kosten.

Unternehmensform für die Existenzgründung

In der Regel entscheiden sich Neugründer zunächst als Einzelunternehmen ohne Gesellschaftsform aufzutreten und verzichten auf einen Eintrag ins Handelsregister. Das vereinfacht zum Einstieg auch die Buchhaltung und spart Zeit. Bei mehreren Gründern kann zum Beispiel eine Personengesellschaft sinnvoll sein. Wird die Gründung von Investoren unterstützt oder geht die Gründung mit hohen finanziellen oder rechtlichen Risiken einher, sollten Sie eine Unternehmensform wählen, bei der Sie nicht mit Ihrem Privatvermögen haften. Für die Gründung einer Kapitalgesellschaft benötigen Sie einen Notar und genügend Stammkapital.

Anmeldung bei Ämtern und Behörden

Prüfen Sie, welche der folgenden Anmeldungen auf Sie zutreffen:

  • Gewerbeamt oder Finanzamt – Freiberufler und Selbständige müssen sich beim Finanzamt anmelden, das ihnen dann eine Steuernummer zuteilt. Unternehmensformen, die eine Eintragung im Handelsregister erfordern, werden dagegen im Gewerbeamt angemeldet.
  • Eine Anmeldung bei der für Ihre Branche zuständigen Standeskammer, wie zum Beispiel der Apothekerkammer, kann notwendig sein.
  • Unternehmen aus den Bereichen Industrie und Handel müssen sich bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) anmelden.
  • Eine Anmeldung bei einer für Ihre Branche zuständigen Berufsgenossenschaft ist verpflichtend. Fragen Sie bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) an.
  • Ob Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben oder in eine private wechseln – auf jeden Fall müssen Sie krankenversichert sein.

Geschäftskonto und Buchhaltung

Als Selbständiger oder Freiberufler benötigen Sie zwar nicht zwingend ein separates Geschäftskonto, aber es hilft den Überblick zu bewahren. Je nach Unternehmensform kann ein Geschäftskonto aber auch rechtlich notwendig sein. Holen Sie sich am besten noch vor der Existenzgründung für Ihre Buchhaltung einen Steuerberater. Zumindest zu Beginn sollte Ihnen jemand einen Überblick darüber geben, was Sie alles zu beachten haben. Sie müssen wissen, ab wann Sie Umsatzsteuer abführen müssen, wie häufig die Umsatzsteuervoranmeldung erfolgen muss, wie eine Gewinn- und Verlustrechnung durchzuführen ist und vieles mehr.

Fazit

Eine Existenzgründung, ist aufwändig, aber kein Ding der Unmöglichkeit. Bereiten Sie sich eine To-Do Liste oder einen Leitfaden vor, an dem Sie sich auf Ihrem Weg in die Selbständigkeit orientieren können. Das verschafft mentale Ruhe und sorgt dafür, dass Sie nichts vergessen.

 

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