Senani – Der Gesundheitstracker für Hunde
Drei Gründer, eine Idee und die Frage: Wie können wir Hundegesundheit im Alltag besser verstehen?
Hunde gehören für viele Menschen längst zur Familie. Gleichzeitig können sie uns nicht sagen, wenn etwas nicht stimmt. Genau hier setzt Senani an. Das Startup aus Karlsruhe entwickelt einen KI-gestützten Gesundheitstracker für Hunde, der Haltern hilft, Veränderungen im Verhalten ihres Hundes frühzeitig zu erkennen und gezielt einzuordnen. Hinter Senani stehen Benjamin Seitz, Robin Jäger und Fernando Bauer. Kennengelernt haben sich die drei während ihres Studiums Technology Entrepreneurship an der Hochschule Karlsruhe. Aus der gemeinsamen Begeisterung für Technologie und Unternehmertum entstand schließlich der Teamzusammenschluss, den ersten Gesundheitstracker für Hunde zu entwickeln. Für die Entwicklung ging es dabei nicht zuerst ins Büro, sondern raus zu Hunden aus dem Alltag. Gemeinsam mit dem Tierheim Karlsruhe testeten die Gründer ihre ersten Tracker-Versionen über mehrere Monate im Alltag mit unterschiedlichsten Hunden. Heute befindet sich Senani bereits in der dritten Tracker-Generation. Gemeinsam mit Hundehaltern aus Deutschland und der Schweiz sammelt das Team Gesundheits- und Verhaltensdaten aus dem Alltag, um die Technologie Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Das heißt: Interessierte Halter können sich aktuell noch kostenlos auf die Warteliste eintragen und erhalten exklusiven Frühzugang zur Produktentwicklung, die Möglichkeit, sich bis zu 50 % Rabatt auf die Produktveröffentlichung zu sichern und die Gesundheitsanalysen gemeinsam mit der Community zu verbessern.
Wie seid ihr auf die Idee für Senani gekommen?
Die Ausgangsfrage war eigentlich ganz einfach: Wenn wir Menschen unsere Gesundheit immer stärker tracken und dadurch besser verstehen können, was in unserem Körper passiert, warum tun wir das nicht auch für unseren besten Freund und Helfer, unsere Hunde? Hunde sind für uns Familienmitglieder. Gleichzeitig können sie uns nicht sagen, wenn ihnen etwas weh tut oder sich etwas verändert. Als Halter ist man außerdem nicht den ganzen Tag bei seinem Hund. Man arbeitet, ist unterwegs und bekommt deshalb viele Veränderungen im Alltag gar nicht direkt mit. Wir haben deshalb angefangen, mit Hundehaltern über genau diese Unsicherheiten zu sprechen. Wir waren auf Hundemessen wie der Tierisch Gut in Karlsruhe, in Hundeparks und haben Halter direkt nach ihren Erfahrungen und Problemen im Alltag gefragt. Dabei wurde schnell klar: Viele Veränderungen beim Hund sind sehr subtil und für Halter schwer objektiv einzuschätzen. Genau diese Unsicherheit wollten wir reduzieren und Haltern dabei helfen, ihren eigenen Hund besser zu verstehen.
Wie habt ihr die Idee anschließend weiterentwickelt?
Wir wollten die Technologie nicht einfach im Labor entwickeln und irgendwann auf den Markt bringen. Deshalb sind wir direkt an Kooperationspartner gegangen, die auch aktiv ihre Expertise einbringen können.
Gemeinsam mit dem Tierheim Karlsruhe haben wir über dreieinhalb Monate jeden Morgen mit unterschiedlichsten Hunden unsere ersten Tracker-Versionen getestet. Danach ging es für uns weiter ins Labor, wo wir die gesammelten Erfahrungen ausgewertet und die Technologie weiterentwickelt haben. Parallel dazu haben wir mehr als 300 Hundehalter zu Design, Funktionen und ihren tatsächlichen Problemen im Alltag befragt. Die Idee von Senani ist deshalb nicht nur aus einer technischen Überlegung entstanden. Sie ist vor allem im direkten Austausch mit Hunden, Haltern und Experten gewachsen und wird genauso auch heute mit dem Feedback weiterentwickelt.

Was genau bietet Senani?
Senani ist ein KI-gestützter Gesundheitstracker für Hunde. Der Tracker wird am Halsband oder Geschirr befestigt und analysiert täglich 15 relevante Verhaltensmuster. Dabei lernt Senani den Hund individuell kennen und berücksichtigt Faktoren wie Rasse, Alter und Gewicht. So entsteht ein persönliches Bild des normalen Verhaltens eines Hundes. Erkennt das System Auffälligkeiten, soll der Senani Coach den Halter Schritt für Schritt durch die nächsten Beobachtungen führen. Unser Ziel ist dabei nicht, eine tierärztliche Untersuchung zu ersetzen. Vielmehr wollen wir Haltern im Alltag mehr Orientierung geben und gleichzeitig dabei helfen, relevante Informationen strukturiert für den Tierarzt aufzubereiten. Dafür sollen unter anderem teilbare Gesundheitsreports zur Verfügung stehen.
Wie entwickelt ihr Senani gemeinsam mit den Hundehaltern?
Das ist für uns ein ganz wichtiger Teil der Entwicklung. Wir wollen nicht einfach ein fertiges Produkt auf den Markt bringen und erst danach erfahren, was die Halter wirklich brauchen. Deshalb beziehen wir unsere Community von Anfang an mit ein. Über unsere Social-Media-Kanäle und unseren Newsletter teilen wir regelmäßig Updates zur Entwicklung und holen aktiv Feedback ein. Inzwischen erreichen wir damit eine Community von mehr als 8.800 Hundehaltern über verschiedene Plattformen hinweg. Gleichzeitig arbeiten wir mit Tierärzten, Hundephysiotherapeuten, Hundeschulen und dem Tierheim Karlsruhe zusammen. Das Feedback aus diesen unterschiedlichen Bereichen fließt direkt in die Entwicklung ein. Aktuell testen wir bereits die dritte Generation des Gesundheitstrackers gemeinsam mit Hundehaltern in Deutschland und der Schweiz. Dabei sammeln wir reale Daten aus dem Alltag ganz unterschiedlicher Hunde. Genau daraus wollen wir lernen und Senani Schritt für Schritt genauer und besser machen.
Wo steht Senani aktuell?
Wir befinden uns aktuell noch mitten in der Entwicklungsphase. Das bedeutet auch: Die vollständige Gesundheitsanalyse ist noch nicht verfügbar. Stattdessen nutzen wir die aktuelle Testphase gezielt dafür, Daten aus dem Alltag zu sammeln und unsere Technologie weiterzuentwickeln. Hundehalter können sich bereits als Testkunden registrieren und damit Teil dieser Entwicklung werden. Sie erhalten einen kostenlosen Tracker und Zugang zur App, exklusiven Frühzugang zu Produktveröffentlichungen und die Möglichkeit, bis zu 50 % Rabatt auf die Markteinführung zu sichern, und können uns durch ihr Feedback dabei helfen, Senani auf möglichst viele unterschiedliche Hunde abzustimmen. Denn ein kleiner Terrier verhält sich im Alltag natürlich anders als ein großer Schäferhund. Genau diese Unterschiede möchten wir verstehen und in unserer Technologie berücksichtigen.
Wer hat euch auf dem Weg unterstützt?
Wir hatten das große Glück, von Anfang an mit Menschen zusammenarbeiten zu können, die uns fachlich und praktisch weiterhelfen. Eine besonders wichtige Rolle spielte dabei das Tierheim Karlsruhe. Dort konnten wir unsere ersten Versionen unter echten Bedingungen testen und mit unterschiedlichsten Hunden arbeiten. Dazu kommen Kooperationen mit Tierärzten, Hundephysiotherapeuten und Hundeschulen, deren Expertise regelmäßig in unsere Produktentwicklung einfließt. Auch die Unterstützung durch das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat uns geholfen, die ersten Grundlagen für Senani zu schaffen und uns intensiver auf die Entwicklung zu konzentrieren.
Welche Meilensteine habt ihr bisher erreicht?
Für uns ist jeder Halter, der sich mit seinem Feedback an der Entwicklung beteiligt, ein wichtiger Teil des Projekts. Daneben konnten wir mit Senani den ersten Platz beim Wissenschaftsfestival Karlsruhe 2025 erreichen und das EXIST-Gründerstipendium gewinnen. Auch medial hat sich in den vergangenen Monaten einiges entwickelt. Unter anderem haben die BNN und das Techtag Magazin über Senani berichtet. Trotzdem sehen wir das alles eher als Zwischenetappen. Für uns ist gerade die aktuelle Testphase entscheidend, weil wir hier jeden Tag neue Erkenntnisse über die unterschiedlichen Hunde und ihre Verhaltensmuster sammeln.
Was ist eure langfristige Vision?
Wir wollen, dass Hundehalter ihren Hund über die Jahre besser verstehen und seine Gesundheit möglichst einfach im Blick behalten können. Langfristig soll Senani deshalb mehr sein als ein einzelner Gesundheitstracker. Wir wollen eine ganzheitliche Gesundheitslösung entwickeln, die den Hund im Alltag begleitet und relevante Informationen auch für die Zusammenarbeit mit Tierärzten nutzbar macht. Gleichzeitig möchten wir eine Community aufbauen, in der sich Hundehalter austauschen, voneinander lernen und gemeinsam dazu beitragen, dass Hunde ein langes und gesundes Leben genießen. Unser langfristiges Ziel ist deshalb klar: Wenn ein Halter wissen möchte, wie es seinem Hund geht, Veränderungen im Alltag besser verstehen oder seine Gesundheit langfristig im Blick behalten möchte, soll Senani die erste Anlaufstelle sein.
Wie können Hundehalter Teil der Entwicklung werden?
Hundehalter, die Senani bereits vor dem offiziellen Marktstart kennenlernen und bei der Entwicklung unterstützen möchten, können sich über die Website kostenlos als Testkunde registrieren. Als Teil der Testphase erhalten ausgewählte Halter Zugang zum aktuellen Senani-Tracker und zur App und können durch ihr Feedback und die im Alltag gesammelten Daten direkt zur Weiterentwicklung beitragen. Der geplante Produktstart ist für 2027 vorgesehen. Bis dahin möchte das Team möglichst viele unterschiedliche Hunde kennenlernen und Senani gemeinsam mit seiner Community weiterentwickeln.


