BeWooden: Im Gespräch mit Gründer Henrik Roth

Das Logo vom Fashion Startup BeWooden
Das Logo von BeWooden (Foto: BeWooden)

Heute möchten wir Euch das deutsch-tschechische Fashion-Startup BeWooden mit Sitz in Frankfurt am Main vorstellen. BeWooden vertreibt einzigartige Fashion-Accessories aus Holz. Ihr Signature-Product ist die Holzfliege. Inzwischen wurde die Kollektion erweitert und umfasst zahlreiche Accessoires für Damen und Herren, wie Manschettenknöpfe, Damenfliegen, Portemonnaies, Broschen, Taschenspiegel oder Damenhüte. BeWooden steht für Nachhaltigkeit, Individualität und Kreativität. Das Startup legt einen besonderem Fokus auf Auswahl und Verarbeitung der Hölzer. Für ihre Produktion verwendet BeWooden fast ausschließlich hochwertige Recyclinghölzer aus Tschechien. Wir haben uns mit dem Gründer Henrik Roth unterhalten:

Guten Tag Herr Roth, aus wem besteht das Gründerteam?

Das Gruenderteam vom Fashion-Startup BeWodden
Das Gründerteam von BeWooden (Foto: BeWooden)

Henrik Roth, Ctirad Sara, Patrik Babinec, Jakub Najdek

Was ist Euer Projekt?

BeWooden ist 2014 mit dem ersten Online-Shop für nachhaltige und designorientierte Holz-Accessoires gestartet – Signature-Produkt ist die Holzfliege. Schnell kamen Online-Shops in weiteren europäischen Märkten dazu, wie Deutschland oder Großbritannien. Außerdem arbeiten wir von Anfang an als virtuell vernetztes Team an verschiedenen Standorten wie Prag, Amsterdam oder Frankfurt.

Das Signature-Product von BeWooden: Die Holzfliege (Foto: BeWooden)

Werdet Ihr gefördert?

Ja, 2017 haben wir 400.000 Euro von einem Investor erhalten, der anonym bleiben möchte.

Habt Ihr schon Preise oder Auszeichnungen erhalten?

Ja, einen Design-Award für außergewöhnliche B2B Geschenke.

Was möchtet Ihr unseren Lesern noch mitteilen?

Unsere Design-Produkte aus Holz sind Upcycling-Produkte, die nachhaltig in regionalen Handwerksbetrieben gefertigt werden. Sie entstehen aus Resthölzern der Möbelindustrie oder aus alten Weinfässern. Gerade im Bereich Fashion fällt der nachhaltige Umgang mit Ressourcen mehr und mehr ins Gewicht. Aus dem Trend ist schnell unter dem Begriff „Slow-Fashion“ eine Gegenbewegung zu konventionellen Marken und Kampagnen geworden. Sie beschreibt in unserer schnelllebigen Konsumgesellschaft das bewusste und nachhaltige Erleben von Mode. Es zeichnet sich ein Wandel in der Branche zu mehr Verantwortung und Respekt für Mensch und Umwelt und ein verändertes Bewusstsein gegenüber dem Produkt, dessen Ursprung, sowie dem eigenen Konsumverhalten ab. Dieser Philosophie folgt auch BeWooden, denn Accessoires dürfen genauso wie Mode im Allgemeinen nicht zu Wegwerfartikel degradiert werden, sondern sollen und müssen langlebig und qualitativ hochwertig sein. Diese Faktoren vereint das junge Label in allen Bereichen. Zudem verbindet BeWooden traditionelles Handwerk mit Design und stilvollem Modebewusstsein. Die Accessoires werden sorgfältig hergestellt, erzählen ihre eigene Geschichte und unterstreichen dennoch die Persönlichkeit ihres Trägers.

Was war der Beweggrund Euer Startup zu gründen?

Ich suchte damals nach einem Nischenprodukt, an das ich glauben und das ich vorantreiben konnte. Als ich einen Teil des Gründerteams auf der Start Summit in der Schweiz getroffen habe. Schnell war klar, das wir zusammen passen und uns ergänzen: Patrik war auf der Suche nach Inspiration, Austausch und Informationen zu neuen Märkten – nach Erfahrungen. Ctirad, der kreative Kopf von BeWooden, ist lokaler Guru und wollte das lokale Handwerk bewahren. Es war die Gründungsphase von BeWooden.

BeWooden Produkt-Foto
Die Holzfliege von BeWooden im Einsatz (Foto: BeWooden)

Wie habt Ihr Eure Startup Idee gefunden

Die Idee war in unseren Köpfen bereits in jenen Tagen in der Schweiz verankert. Danach kam eine intensive und kreative Zeit der Planung und Konzeption, die last but not least in die Realisations-, Markteintritts- und LaunchPhase überging.

Welche Dienstleistung bzw. Produkt bietet Euer Startup nun genau an und was ist neue an dieser Idee?

Mit unseren nachhaltigen Fashion-Accessoires aus Holz haben wir einerseits einen Fashion-Trend mitetabliert. Andererseits sind wir Teil der Slow Fashion-Bewegung und machen uns stark für nachhaltige, regional produzierte Mode, die seine Träger länger als nur eine Saison begleiten und die Persönlichkeit individuell unterstreichen. Unser größtes Kompliment sind glückliche Kunden.

Damen-Anstecker von BeWooden (Foto: BeWooden)

Unsere USPs:

  • Produktion in Europa (Verbindung von lokalen Handwerkskünstlern)
  • detailverliebtes Design und sehr hohe Qualität in unseren Produkten
  • Produktauswahl (Passendes Sortiment, alle Produkte im Set)

Wie habt Ehr Euch zum jetzigen Zeitpunkt schon am Markt etabliert?

Mit unserer BeWooden Familie von 25 Mitgliedern, sind wir derzeit in 8 Ländern in Europa aktiv. Deutschland und Tschechien gehören zu unseren Hauptmärkten, mit tausenden von glücklichen Kunden.

Wo seht Ihr in der Zukunft Euer langfristiges Unternehmensziel?

Unsere Vision ist Europas führende Marke für elegante Handwerksprodukte in Kombination mit einem einmaligen Design zu werden. Die nächsten Meilensteine sind dafür sicherlich unsere Produkterweiterung und Expansion in neue Länder. Um diese ganzen neuen Herausforderungen in Angriff nehmen zu können, suchen wir derzeit aber erst einmal nach schlauen und gleichdenkenden Familienmitgliedern, um unser Team zu ergänzen.

Wer hat Euch geholfen das Startup zu gründen?

Wir haben uns immer wieder gegenseitig motiviert – Mut, Authentizität und der stetige Glaube an unser Produkt hat unsere Mission unterstützt. Damals haben wir uns durch eigene Mittel oder kleinere Kredite selbst finanziert.

Was gebt Ihr anderen Gründern mit auf den Weg?

  1. Man lernt aus seinen Fehlern – aber auch aus seinen Erfolgen. Ich kann nur empfehlen früh anzufangen, bestenfalls schon während der Schule oder des Studiums.
  2. Es ist wichtig herauszufinden, was einen antreibt, zu finden, an was man glaubt und was einem Energie gibt.
  3. Sei du selbst, alle anderen gibt es schon.
  4. Sei authentisch und ehrlich. Andernfalls wirst du möglicherweise an dir selbst scheitern.
  5. Wenn du ein Startup als Team gründest, versuche auf Diversität zu setzen
  6. Hol dir einen CTO an Bord!

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Roth. Die Startups-im-Internet Redaktion wünscht Euch weiterhin viel Erfolg!

 

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