Betriebssteuern – was ist das und was muss beachtet werden

Steuern im Rahmen des Unternehmensbetriebs – die Gewerbesteuer

Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei den sogenannten Betriebssteuern um Abgaben, die im Zusammenhang mit dem Geschäftsgang des Unternehmens an den Staat abzuführen sind. Dazu zählen insbesondere um die Gewerbesteuer, die Umsatzsteuer und die Körperschaftssteuer. Grundsätzlich sind alle Unternehmen gewerbesteuerpflichtig. Die Gewerbesteuerpflichtig trifft nicht für Ärzte, Steuerberater und Freiberufler zu, es sein denn, der Freiberufler wie Autoren beispielsweise haben die Rechtsform einer Kapitalgesellschaft gewählt. Die Gewerbesteuer kann von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich hoch sein. Sie wird auch an die Gemeinde gezahlt, in der das Unternehmen seinen Sitz hat. Dabei spielen der Gewerbeertrag, der Steuermessbetrag und der Hebesatz eine Rolle. Zunächst muss der Gewerbeertrag berechnet werden. Hierbei sind Abzüge und Zurechnungen zu beachten. Um den Steuermessbetrag zu ermitteln, wird der Gewerbeertrag mit der Steuermesszahl multipliziert. Die Steuermesszahl ist ein Faktor, der im Gewerbesteuergesetz normiert ist und von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein kann. Kapitalgesellschaften beispielsweise haben generell eine Steuermesszahl von 5 %, während andere Unternehmen Steuermesszahlen zwischen 1 und 5 % haben. Gewerbeertrag und Steuermesszahl zusammen ergeben den Steuermessbetrag. Der Steuermessbetrag wird mit dem Hebesatz der Gemeinde multipliziert. Daraus ergibt sich die zu zahlende Gewerbesteuer. Ein einfaches Beispiel dazu: Ein Unternehmen hat einen Gewerbeertrag von 10.000 € erzielt. Die Steuermesszahl beträgt bei dem Unternehmen 2 %. Der Steuermessbetrag beläuft sich demnach auf 200 € (10.000 x 2%). Der Hebesatz der Gemeinde  beträgt 200. Damit ergibt sich eine Gewerbesteuer von 200 € x 200 = 4.000 €.

Fristen und Vorauszahlungen bei der Gewerbesteuer

Bis Ende Mai des nächsten Jahres muss der Unternehmer seine Erklärung zur Gewerbesteuer abgeben. Auf die Gewerbesteuer, die zu zahlen ist, muss der Unternehmer Vorauszahlungen leisten. Diese Zahlungen werden jedes Jahr im Februar, Mai, August und November jeweils am 15. fällig. Die Höhe der Vorauszahlungen werden von Amts wegen erhöht, wenn das Finanzamt ein höheres Einkommen feststellt. Sinkt das Einkommen, kann das Unternehmen vom Finanzamt verlangen, dass die Vorauszahlungen herabgesetzt werden. Gerade bei Liquiditätsproblemen kann dies eine wertvolle Hilfe sein. Bei der Gewerbesteuer ist zudem der Freibetrag zu beachten. Sogenannte Personenunternehmen können diesen Freibetrag in Anspruch nehmen. Er beträgt 24.500 € im Jahr. Liegt der Gewerbeertrag unterhalb dieses Freibetrags, muss keine Gewerbesteuer bezahlt werden.

Die Körperschaftssteuer für ein Unternehmen

Grundsätzlich können Unternehmen in verschiedenen Rechtsformen auftreten. Auf der einen Seite sind dies die sogenannten Personenunternehmen oder Personengesellschaften und auf der anderen Seite die Kapitalgesellschaft. Die Unterschiede werden bei der Haftung deutlich. Die Kapitalgesellschaft ist eine eigene juristische Person, während bei Personengesellschaften die natürlichen Personen verantwortlich sind. Die Kapitalgesellschaften nennt man deshalb auch Körperschaften und zwar des privaten Rechts. Im Gegensatz dazu gibt es auch Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Gemeinden und Universitäten. Die Körperschaften des privaten Rechts unterliegen der Körperschaftssteuer.