KigaClick die einfache Verwaltungssoftware für Kindergärten

Das Münchner Startup KigaClick digitalisiert die Kita. Um den Erziehern die Arbeit zu erleichtern soll die Administration auf das Tablet verbannt werden, damit mehr Zeit für Bildung und Betreuung der Kinder in Kindergarten und Krippe zur Verfügung steht. Warum es ein solches Instrument braucht und was Eltern und Kinder davon haben wollen wir von den Gründern erfahren.“

Wer sind die Gründe von KigaClick ?

Wir haben KigaClick zu Dritt gegründet. Isabel Fröhlich ist Betriebswirtin, Derk Steffens Ingenieur und Florian Dasch Sozialarbeiter mit Erfahrung in der Kindertagesbetreuung. Für unser KigaClick-Projekt ist es aber vor allem wichtig, dass wir alle drei berufstätige Eltern sind, deren Kinder in Krippe und Kindergarten betreut werden und wurden.

Was ist euer Internet Projekt?

Unser Projekt ist die KigaClick App Software für Erzieher und Eltern. Wir bieten eine App, die die Kommunikation zwischen Erziehern und Eltern der betreuten Kinder verbessert. Eltern erleben den Alltag der Kinder in real-time durch KigaClick mit. Das ermöglichen wir indem die App den bürokratischen Aufwand für die Erzieher in Kindergarten und Krippe effizient und handlich macht.

Werdet ihr gefördert?

Nein, bisher sind wir komplett selbst finanziert.

Was war der Beweggrund euer Start up zu gründen

Als berufstätige Eltern haben wir alle unsere Kinder jeden Tag für viele Stunden in die Kita gebracht. Natürlich ist auch immer ein bisschen das schlechte Gewissen dabei, die Kinder so lange fremd betreuen zu lassen. Gerade deshalb wollten wir genauer wissen wie es den Kleinen den Tag über so geht. Ich war beispielsweise neugierig zu wissen, wie der Turnunterricht bei Kindern zwischen 1 und 4 Jahren so abläuft. Aber uns war auch wichtig, den Kontakt zur Kita zu verbessern. Schließlich müssen sich die Erzieher jeden Tag um viele Kinder kümmern und haben abends nicht die Zeit alle Eltern so detailliert zu informieren wie dies es sich wünschen würden. Auch weil es ganz häufig so ist, dass ich mein Kind abends bei einem anderen Erzieher abhole, als ich es in der Früh abgegeben habe.

Wie habt ihr eure Startup Idee gefunden

Wie schon beschrieben, hat eher die Idee uns gefunden. Als Eltern von Kita-Kindern war uns natürlich klar, was Eltern wollen, gleichzeitig haben wir aber auch erkannt warum die kita das nicht leisten kann. Einige Einrichtungen behelfen sich mit Whatsapp, Facebook oder ähnlichem. Das sind nur Notlösungen, zeigen aber wie dringend eine Lösung gebraucht wird die auch datenschutzrechtlich im Interesse der Kinder, Eltern und Erzieher ist.

Welche Dienstleistung bzw. Produkt bietet euer Startup nun genau an und was ist neue an dieser Idee

Mit KigaClick ist es uns gelungen einen Kommunikationskanal zu schaffen, der allen Beteiligten gerecht wird. Damit meinen wir insbesondere, dass das Tool die Erzieherarbeit erleichtern muss und auf keinen Fall zu zusätzlicher Arbeit führen darf. Im Interesse der Kinder, der Eltern und der Erzieher. Der Job der frühkindlichen Bildung ist taff genug. Die zunehmende Bürokratie und der massive Fachkräftemangel strapazieren die Situation der Erzieher zusätzlich.

Genau hier setzen wir an.

Wir minimieren den administrativen Aufwand der Erzieher, sodass mehr Zeit für die pädagogische Arbeit mit den Kindern frei wird. Die Basisinformation der Elternkommunikation, also wie das Kind gegessen hat und ob es sich im Garten austoben konnte, wird per App den die jeweiligen Eltern gepushed. Ganz beiläufig und in real-time. So wissen Eltern schon am Eingang zum Kindergarten was sie für den Ausflug am nächsten Tag noch besorgen müssen.

Klassische Verwaltungsprogramme gibt es einige am Markt und alle können mehr oder weniger dasselbe, also Budgets abrechnen, Wochenpläne erstellen, etc. Zu diesen Anbietern kann man KigaClick per API verknüpfen.

Wie habt ihr euch zum jetzigen Zeitpunkt schon am Markt etabliert?

Wie gesagt sind wir selbstfinanziert und haben daher nur ein sehr überschaubares Marketingbudget. Umso mehr sind wir stolz darauf Kunden und Anfragen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern zu bekommen. Darüber hinaus arbeiten wir an Kooperationen zur Weiterentwicklung des gesamten Geschäftsmodells.

Wo seht ihr in der Zukunft euer langfristiges Unternehmensziel.

Langfristig arbeiten wir daran, dass KigaClick sich am Markt und in der Politik als Standardlösung zur Elternkommunikation und der Entlastung der angespannten Personalsituation etabliert.

Sobald wir das erreicht haben wollen wir unser Konzept auch für andere Bereich adaptieren, wie zum Beispiel für die Altenpflege, Heime für Menschen mit Behinderung, und ähnliches.

Wer hat euch geholfen das Startup zu gründen

Im Großen und Ganzen waren wir relativ auf uns allein gestellt. Natürlich haben wir uns in verschiedenen Situationen auch professionelle Hilfe geholt. Speziell zur Abdeckung der datenschutzrechtlichen Umsetzung, oder der Ausgestaltung des online Marketings. Extern beauftragte Profis haben uns auch das eine oder andere Mal ziemlich enttäuscht. Wir haben dabei gelernt, dass der Markt voll ist mit guten Tools, die es auch Laien ermöglichen beispielsweise Flyer selbst zu erstellen

Was habt ihr für euer Startup schon Preis oder Unterstützung gewinnen können.

Nein, noch keine. Wir bisher aber auch nur bei 2-3 BusinessPlan Wettbewerben teilgenommen. Unsere Kunden und Wettbewerber loben auf jeden Fall das Design und die Usability von KigaClick. Das ist für uns persönlich die best-mögliche Auszeichnung, dann genau das war uns auch besonders wichtig.

Was gebt ihr anderen Gründern mit auf den Weg….

Als Gründer muss man heute vor allem kreativ sein und mutig genug ausgetrampelte Wege zu verlassen. Wie erwähnt haben wir gelernt, dass man als Gründer so viel wie möglich selber machen sollte. Jeder eingesparte Euro für Dienstleister kann in das Produkt investiert werden. Und ohne Zweifel muss das Produkt von Anfang an perfekt sein, nicht die Website oder die Werbemittel. Und dann natürlich noch Durchhaltevermögen. Man braucht einen langen Atem und viel Optimismus.  Um andere von der eigenen Idee zu überzeugen, muss man vor allem selbst überzeugt sein und darf sich auch nicht von Rückschlägen entmutigen lassen.

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Dieser Blog beschäftigt sich mit den zahlreichen interesanten und kreativen Internet-Neugründungen und stellt diese Start-ups mit einem eigenen Artikel vor.

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