BillingEngine einfaches Erstellen und Versenden von Rechnungen

Heute sind wir im Gespräch mit Timo Kleemann, einem der beiden Gründer von BillingEngine. BillingEngine hat sich zum Ziel gesetzt, das Erstellen und Versenden von Rechnungen so einfach wie nur möglich zu gestalten.

Was war der Beweggrund Euer Startup zu gründen? / Wie habt Ihr Eure Startup Idee gefunden?

Zunächst einmal muss man sagen, dass die Gründung für uns kein allzu großer Schritt war, denn wir hatten ja bereits im Jahre 2006 unsere Webdesign-Agentur „DesignBits“ gegründet und seitdem erfolgreich verschiedene Webprojekte umgesetzt. Im Agenturalltag mussten natürlich immer mal wieder Rechnungen geschrieben werden. Am Anfang, als wir noch wenige Kunden hatten, schrieben wir unsere Rechnungen zunächst mit Word und Excel. Als die Kunden mehr und die Projekte größer wurden, reichte das aber irgendwann nicht mehr. Es traten einfach zu viele Übertragungsfehler beim Erstellen der Rechnungen auf. Und die Endbeträge der Rechnungen ließen sich am Monatsende auch nur sehr mühsam addieren. Also machten wir uns auf die Suche nach einer professionellen Rechnungslösung, fanden diese jedoch nie. Alles was wir uns anschauten, war uns zu aufwändig und zu kompliziert. Also entschieden wir uns im Jahre 2013 unsere eigene Lösung ins Leben zu rufen. 2015 erfolgte dann der Launch einer ersten, abgespeckten Version.

Welche Dienstleistung bzw. Produkt bietet euer Startup nun genau an und was ist neue an dieser Idee?

BillingEngine ist eine App, die in jedem Browser läuft und mit der Freiberufler und Selbstständige schnell und einfach ihre Rechnungen erstellen und versenden können. Wir bekommen oft zu hören, dass diese Idee alles andere als neu ist. Das ist auch richtig so. Allerdings waren uns die Benutzeroberflächen der anderen Anbieter immer zu kompliziert. Wir wollten eine App, die junge Selbstständige an die Hand nimmt und das Erstellen der ersten Rechnung so schnell und einfach wie nur möglich gestaltet. Darum haben wir BillingEngine bewusst einfach konzipiert und auf die wesentlichen Funktionen einer Rechnungssoftware beschränkt. Heute schreiben uns viele Nutzer, dass sie nach genau so einer Lösung immer gesucht haben.

Wie habt ihr euch zum jetzigen Zeitpunkt schon am Markt etabliert?

Wir haben uns in den letzten drei Jahren vom Nobody zum namhaften (aber noch kleinen) Anbieter gemausert. Wir haben einen festen Kundenstamm und es wurden schon Tausende von Rechnungen mit BillingEngine versendet.

Wo seht ihr in der Zukunft euer langfristiges Unternehmensziel?

Wir möchten unseren Kundenstamm nach und nach erweitern. Wir setzen uns keine festen Ziele, sondern möchten organisch und bewusst langsam weiter wachsen. Wenn unsere Nutzer uns schreiben, dass sie gerne mit BillingEngine arbeiten, es ihnen Zeit spart und sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, dann ist das die größte Belohnung für uns.

Wer hat Euch geholfen das Startup zu gründen?

Auf jeden Fall keine Investoren! Im Gegensatz zu vielen anderen Startups finanzieren wir uns komplett selbst, bisher ohne einen einzigen Kredit oder Investor. Das führt natürlich dazu, dass alles wesentlich länger dauert, schließlich müssen wir noch nebenbei Geld verdienen, solange sich das Geschäft noch nicht von selbst trägt. Andererseits sind wir dadurch aber auch komplett unabhängig und kein Investor kann uns in unsere Sache reinreden.

Habt Ihr für Euer Startup schon einen Preis oder andere Unterstützung gewinnen können?

Nein, aber wir halten auch nicht viel davon und haben uns auch nie um einen Preis beworben. Wir nutzen die Zeit lieber, um unsere App für unsere Nutzer weiter zu verbessern.

Eure Buchempfehlung für Gründer und die, die es werden wollen.

„ReWork: Change the Way You Work Forever“ von David Heinemeier Hansen und Jason Fried. Es ist insbesondere für App- und Software-Entwickler interessant.

Was möchtet Ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Hört auf Euer Herz und lasst Euch nicht von Freunden oder der Familie von Eurer Idee abbringen. Wenn es nach unseren Eltern ginge, hätten wir uns nie selbstständig gemacht. Sie hätten uns am liebsten in einer Festanstellung gesehen. Es ist auch wichtig beharrlich zu bleiben. Die Gründer, die über Nacht mit einer Idee reich wurden, schaffen es auf die Titelblätter, lassen sich aber an einer Hand abzählen. In der Realität braucht es fast immer jahrelange, harte Arbeit, um eine Idee zu Erfolg zu führen.

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