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EXASOL baut seine Start-up-Partnerschaften weiter aus

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Aaron Auld, CEO von EXASOL

Es ist in etwa einen Monat her, da hat euch Timm hier über die Zusammenarbeit von EXASOL und Wunderdata berichtet. EXASOL ist ein Anbieter von hochleistungsfähigen In-Memory-Datenbanken aus Nürnberg und setzt explizit auf einen intensiven Ausbau seiner Zusammenarbeit mit Start-ups aus dem IT- und Techbereich. Neben Wunderdata zählt nun auch sensalytics zu diesem Kundenkreis. Sensalytics bietet eine Software zur Kundenzählung und Ladenbereich-Analyse für den stationären Handel an. Diese erkennt Kundenhotspots im Ladengeschäft, erfasst Kaufverhalten vor Ort und zählt Kunden, so dass Ladengeschäfte in Echtzeit auf Kundenbewegungen reagieren können. Mit Hilfe der Datenbanklösung von EXASOL können die gewonnen Daten extrem schnell ausgewertet werden.

Wir konnten den CEO von EXASOL, Herrn Aaron Auld, für ein Kurzinterview gewinnen.

Herr Auld, Sie haben weltweit Kunden, warum ist Ihnen die Partnerschaft mit deutschen Start-ups so wichtig?

„Da wir selbst als Start-up gestartet sind, kennen wir natürlich die Gründerszene in Deutschland und die damit verbundenen Herausforderungen bestens. Seit Jahren gibt es einen Wandel zu beobachten, denn zahlreiche deutsche Start-ups verkörpern das moderne, datengetriebene Unternehmen von morgen. Viele können aber noch nicht das volle Potential, das Big Data bietet, nutzen. Oftmals scheitert es einfach an der Kostenfrage. Deshalb bieten wir seit kurzem ein Start-up-Programm an, damit junge Unternehmen bereits früh von unserer In-Memory Datenbanktechnologie profitieren. Mithilfe der Datenanalyse können sie sich schneller entwickeln und wachsen.“

Wo sehen Sie in den beiden neuen Partnerschaften mit Wunderdata und sensalytics den größten Gewinn für sich bzw. für die beiden Start-ups?

„Beide Start-ups greifen auf eine ausgereifte und zukunftsfähige Datenbanktechnologie zurück. Dabei arbeiten sie von Beginn an auf dem aktuellen Stand der Technik, der es den jungen Unternehmen erlaubt, mit etablierten Konkurrenten mithalten zu können und sich am Markt besser zu etablieren. Wir sehen einen deutlichen Gewinn im gemeinsamen Wachstum der Partnerschaft: Start-ups entwickeln die Technologien von morgen. Und gute Technologie braucht solide Datenbanktechnik, um langfristig innovationsfähig zu bleiben.“

Erzählen Sie uns doch kurz wie es jeweils zu der Zusammenarbeit kam?

„Starten wir mit Wunderdata: Das Unternehmen haben wir auf der Internet World in München 2014 getroffen. Bereits im Erstgespräch mit Mike Rötgers, CTO von Wunderdata, haben wir sehr großes Interesse wecken können. Darauf aufbauend sendeten wir ein zielgerichtetes „Proof of Concept“ (kurz: PoC, Machbarkeitsnachweis) und gaben ein maßgeschneidertes Startup-Angebot ab, das überzeugte. Etwas anders lief es bei sensalytics: Omar Tello, CEO des Unternehmens, kannte uns bereits aus früherer Zeit. Auf der CeBIT 2014 haben wir uns getroffen und im Gespräch kristallisierte sich heraus, dass er nach einer kostengünstigen, aber auch leistungsstarken Lösung für sein Start-up suchte. Wir haben ihm dann unser Start-up-Programm vorgestellt. Da er bereits in der Vergangenheit sehr positive Erfahrungen mit unserer Datenbanklösung gemacht hat, entschied sich sensalytics bereits kurze Zeit später für die Partnerschaft mit EXASOL.“

Möchten Sie uns etwas zu Ihren Zielen für die nächste Zeit sagen?

„Ziel ist es natürlich, dass wir uns mit überlegener Technik, aber vor allem mit großer Kundennähe als die bessere Alternative zu den Platzhirschen wie Oracle, IBM, Microsoft und SAP HANA positionieren. Um dem Ziel näher zu kommen, steht bei uns einiges an, beispielsweise verstärken wir derzeit unsere internationale Präsenz, vor allem in den USA. Aber auch im Produktbereich schreiten wir weiter voran: Erst kürzlich haben wir EXASolution 5 mit dem neuen Feature Skyline, das speziell für smarte Analysen von Big Data ausgerichtet ist, vorgestellt. Mit Skyline ist ein neuartiges Tool zur Analyse und Bewertung großer Datenmengen integriert worden, das unter Berücksichtigung unterschiedlicher Bewertungskriterien eine Vorauswahl aus großen Datenmengen über mehrere Dimensionen hinweg trifft. Anwender erhalten dadurch eine höchst leistungsfähige, linear skalierbare und tuning-freie analytische Datenbank.“

Worin sehen Sie derzeit das größte Potential in der deutschen Start-up-Szene?

„Zahlreiche Start-ups arbeiten auf einem technologisch hohen Niveau. Viele Ideen und Konzepte sind mittlerweile stark datengetrieben und besitzen ein großes Zukunftspotenzial. Hier wollen wir mit unserer Unterstützung ansetzen, denn mit der zunehmenden Professionalisierung des Umfelds können junge deutsche Unternehmen auch international schneller „Fuß fassen“ und Erfolg haben.“

Was steht für Sie in der Zusammenarbeit mit Ihren Kunden an erster Stelle?

„Das A und O sind für uns natürlich zufriedene Kunden! Damit sie zufrieden sind, müssen wir sicherstellen, dass sie das Potenzial ihrer Daten voll ausschöpfen können. Darum steht bei uns an erster Stelle, dass EXASOL jederzeit einen schnellen und erstklassigen Support bietet. In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist es aber auch wichtig Schwachstellen zu identifizieren, um unser Angebot ständig weiter zu verbessern und neue Anwendungsmöglichkeiten kennenzulernen. Nur so können wir Geschäftserfolge für Kunden sichern und dem Wettbewerb durch intelligente Datennutzung gemeinsam einen Schritt voraus sein.“

Vielen Dank für das Interview.

Über Julia

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